Über die Uhrenrekursion

Ich bin Raphael und ich betreibe die Webseite Uhrenrekursion zum Spaß für alles, rund um Uhren, was auf Instagram nicht genug Platz findet.

Meine erste Uhr war, wie vermutlich von so vielen, eine FlikFlak und es war ein Gebrauchsgegenstand. Rot war sie und hatte ein buntes gelb-grünes oder gelb-blaues Zifferblatt, so ganz genau erinnere ich mich nicht mehr. Aufgewachsen in den 80ern, hatten wir noch keine Smartphones, auch noch keine unsmarten mobilen Telefone, sondern die grobe Regel, dass wir zu Hause sein müssen, wenn es anfängt, dunkel zu werden. Aber im Sommer geht die Sonne einfach zu spät unter fürs Abendbrot. Deshalb mussten wir nach Hause kommen, wenn der kleine Zeiger auf der sieben und der kleine auf der zwölf stehen.

Meine zweite Uhr habe ich irgendwann so rund um 11/12 bekommen. Ich habe sie am Flughafen bei Fossil gesehen und war sofort Feuer und Flamme. Ich finde leider kein Bild mehr von der Uhr, aber sie sah aus wie eine klassische Casio, mit hellem Plastik, was leicht durchsichtig war und man konnte das digitale Quarzwerk und die Batterie sehen bzw. durch das milchige Plastik erahnen. Die für mich damals coolste Uhr der Welt. Und da ich zwei Wochen später Geburtstag hatte, habe ich sie mir dann gewünscht und auch bekommen. Ich habe die Uhr getragen, selbst als sie irgendwann kaputt war.

Meine erste richtige Uhr war dann eine Max Bill von Junghans, die ich mir zum Bachelorabschluss gewünscht habe. Die Uhr habe ich jahrelang getragen und irgendwann kam noch eine Mido Commander 1959 als Erbstück hinzu. Ein paar Vintage-Uhren, günstig auf dem Flohmarkt geschossen, haben leider nie lange funktioniert. Irgendwann habe ich vor allem eine Withings Scanwatch getragen, ein Fitnesstracker im klassischen Uhrendesign, nicht weit weg von der Junghans. Ich hatte also immer eine Uhr am Arm, als Schmuck, Fashionstatement oder Accessoire habe ich sie allerdings noch nicht gesehen, mir war nur wichtig, dass meine Uhr eher unauffällig ist.

So richtig mit Uhren habe ich mich dann erst weit später wieder befasst und irgendwann entschieden, dass ich gerne eine kleine Sammlung aufbauen möchte. Angefangen habe ich mit der Rolex Datejust mit schwarzem Zifferblatt in 36 mm. Als Nächstes kam eine Longines Tank aus den 70ern dazu. Eine Casio durfte natürlich nicht fehlen und zu einem großen Meilenstein in meinem Job habe ich mir eine Omega CK859 gegönnt. Dann kam mit der Traska Venturer Meteorite meine erste Microbrand dazu und, was soll ich sagen, mittlerweile habe ich mehr als zwanzig Uhren und noch Lust auf mehr.

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