Ich habe selten einen so großen Hype um eine Uhr erlebt wie bei der Longines Hydroconquest. Gefühlt wollte die Hälfte des Uhrenreddits diese Taucheruhr haben, und ich war keine Ausnahme. Die größere 42mm Version war auch recht einfach zu bekommen, aber die war mir deutlich zu groß und deshalb habe ich gewartet, bis ich die 39mm Variante ausprobieren konnte. Ich bin ein großer Fan von dem, was Longines in letzter Zeit veröffentlicht hat, und bin mir sicher, dass eine meiner nächsten Uhren die Longines Ultra-Chron sein wird. Aber ich bin mir auch sicher, dass die Hydroconquest nicht meins ist. Jetzt hatte ich sie endlich am Arm und bin leider etwas enttäuscht. Es ist eine wirklich gute Uhr, aber sie passt nicht so richtig zu mir. Aber wir gehen trotzdem rein und fangen mit den Produktfotos und Kennzahlen an:
Produktbilder der Longines Hydroconquest



Longines Hydroconquest
Gehäuse: Edelstahl
Zifferblatt: Verschiedene
Saphirglas & verschraubter Boden
Super-LumiNova®
Wasserdicht: 300m
Uhrwerk: Automatikwerk L888.5 mit 72 Stunden Gangreserve
Was mir an der Longines Hydroconquest gefallen hat
Das Design der Uhr ist schon wirklich brutal gut. Klar ist sie sehr nah an der Rolex Submariner angelegt, aber aus meiner Sicht nicht so nah, dass man die beiden verwechseln könnte. Longines ist damit eine moderne Taucheruhr gelungen, die an den Klassikern der Taucheruhren erinnert, aber sie nicht kopiert. Auch die große Farbvielfalt der Hydroconquest ist so, dass wirklich für jeden etwas dabei ist. Mir gefällt persönlich die graue Variante am besten. Der Preis ist auch wirklich eine Kampfansage an Rolex, Omega und wirklich perfekt für das Mittelpreissegment. Zweitausend Euro sind immer noch viel Geld für eine Uhr, aber es sind eben auch keine Zehntausend. Wirklich gut hat mir auch das Mesh-Armband gefallen, das mir meist alle Haare rauszieht, aber das von Longines scheint gut zu meinen Armhaaren zu sein.
Was mir an der Longines Hydroconquest nicht gefallen hat
Ich habe die Uhr angezogen und wusste innerhalb von Millisekunden, dass es nicht meins ist. Sie wirkt nicht so wertig, wie sie aussieht. Auch kein bisschen billig, aber eben sehr bulkig. ich habe, wie man unten auf den Bildern sehen kann, sowohl die 39mm als auch die 42mm ausprobiert und bei beiden hatte ich das Gefühl einen großen Puck am Handgelenk zu haben. Die Uhr sieht gut aus und auf den Bildern sieht man, dass sie mir und meinem 16.5cm Handgelenk auch steht, aber das Gefühl am Arm ist mir mindestens genauso wichtig. Und mit über 48mm lug-to-lug trägt die Uhr sich auch nicht so kompakt wie die unter 40mm Durchmesser und unter 12mm Höhe erwarten lassen. Mir scheint, dass die 39mm eher eine Designentscheidung waren, um näher an den Vintage-Divern zu sein, aber die Uhr doch mit eher größeren Handgelenken im Kopf designt wurde. 48mm lug to lug finde ich schon ganz schön viel für eine 39mm Uhr. Ich fand auch das Klicken der Lünette nicht so satt, wie ich es gehofft hatte und aufgrund des stabilen Designs auch erwartet hätte.
Fotos der Longines Hydroconquest an meinem Handgelenk






Mein Fazit zur Longines Hydroconquest
Das Internet ist voll von glücklichen Hydroconquest-Besitzern und ich finde es schade, dass ich nicht einer davon sein werde. Aber ich habe bei der Hydroconquest das selbe Tragegefühl wie bei der Sub von Rolex gehabt. Und dass die Sub eine der beliebtesten Uhren überhaupt ist, erklärt auch, warum die Hydroconquest so beliebt ist. Beide sind nichts für mich, aber wenn ihr eine günstige Alternative zur Submariner sucht und euch sicher seid, dass euch eine Sub gut steht und trägt, dann werdet ihr sicher auch die Hydroconquest mögen. Ich werde wohl weiter nach der perfekten Taucheruhr für mich suchen müssen.






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